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10. Dez. 2011
Helvetia – Dörfer bauen – Paare trauen
Verlag:
Erscheinungsjahr:
Autor:
Auszeichnung:
Kosmos
2011
Matthias Cramer
Platz 5 – Deutscher Spiele Preis 2012
Helvetia - Spielbox
Helvetia – Spielbox
Kurzbeschreibung:

Die Spieler schlüpfen in die Rolle des Dorfvorstehers eines kleinen Schweizer Bergdorfes und müssen als dieser die Geschicke des Selbigen lenken.

Also heißt es Nahrung anbauen, Baumaterialien abbauen und hochwertige Güter aus diesen produzieren.

Damit es mit der guten Nachbarschaft zu den anderen Dörfern klappt, wird kräftig verheiratet und der eigene Nachwuchs sichert die Nutzung der neuen Gebäude, die mit der Zeit im eigenen Dorf entstehen, steht als neuer Heiratskandidat zur Verfügung oder nutzt die Gebäude in den Nachbardörfern für den eigenen Zweck.

Top-Angebot:

Spiele-Offensive
Helvetia – 26,79 EUR

Helvetia - Spielmaterial
Helvetia – Spielmaterial
Spielmaterial
  1. 24 Münzen (je 6 pro Farbe), 68 Liefersteine (je 17 pro Farbe) und 64 Spielfiguren (je 16 pro Farbe – je 8 Männer und 8 Frauen).
  2. Ein Spielplan.
  3. Ein Startspieler-, 6 Sonder- und 5 Personenplättchen.
  4. 5 Dorfmitten und 54 Gebäudeplättchen.
  5. Eine Spielanleitung.
Helvetia - Spielplan
Helvetia – Spielplan
Spielplan

Hierdrauf befindet sich die Siegpunktleiste, der Markt, die Schule und die 5 Persönlichkeiten.

Siegpunktleiste
Anzeige der aktuellen Siegpunkte. Für den Spielsieg sind 20 oder mehr Siegpunkte nötig.

Markt
Verkauf von Waren, um ggf. Siegpunkte zu erhalten.

Schule
Zwischenstation zwischen der Geburt und dem Erwachsenenalter neuer Dorfbewohner.

Persönlichkeiten
Stehen für die 5 Aktionsmöglichkeiten im Spiel.

Helvetia - Dorfmitte
Helvetia – Dorfmitte
Dorfmitte

Um die Dorfmitte herum werden die Gebäudeplättchen gelegt.

Die Dorfmitte teilt sich dabei in 4 Viertel (gestrichelte Linie). In jedes Viertel passen beim ersten Umbauen der Dorfmitte 3 Gebäudeplättchen.

Die Einteilung in Viertel ist wichtig, da mit Hilfe des Nachtwächters schlafende Dorfbewohner geweckt werden können und pro eingesetzter Münze weckt dieser alle Bewohner in einem Viertel.

Helvetia - Gebäudeplättchen
Helvetia – Gebäudeplättchen
Gebäudeplättchen

Produzieren die Güter, die ein Dorf auf dem Markt verkaufen bzw. in wertvollere Güter umwandeln möchte.

Je nach Gebäudetyp können auf ihn stehende Dorfbewohner entweder direkt ein Gut oder ein Gut zur Umwandlung in ein wertvolleres Gut produzieren.

Alternativ gibt es auch Gebäude, welche Güter eines bestimmten Wertes in ein anderes Gut gleichen Wertes tauschen kann.

Die letzte Gruppe bringt Siegpunkte und wird nie mit Dorfbewohnern besetzt.

Helvetia - Dorfbewohner und Münzen
Helvetia – Dorfbewohner und Münzen
Dorfbewohner und Münzen

Dorfbewohner
Sie können männlich und weiblich sein bzw. Kinder (auf der Seite stehend).

Dorfbewohner werden dazu benötigt Gebäudeplättchen zu nutzen bzw. als paar Kinder auf die Welt zu bringen, welche nach der Schule in neue Gebäude gesetzt werden oder heiraten.

Münzen
Zeigen die Anzahl an Aktionen an, die einem Spieler zur Verfügung stehen.

Pro Aktion muss ein Spieler eine Münze abgeben.

Helvetia - Personen-, Güter- und Sonderplättchen
Helvetia – Personen-, Güter- und Sonderplättchen
Personen-, Güter- und Sonderplättchen

Personenplättchen
Werden an die Spieler verteilt, die in der aktuellen Runde hier die meisten Münzen hingelegt haben.

In der Folgerunde kann ihr Besitzer sie zur kostenlosen Durchführung der ihr zugeordneten Aktion benutzen (Baumeister, Fuhrmann,…)

Güterplättchen
Wer als erster bestimmte Güter an den Markt liefert, erhält dafür das dazugehörige Güterplättchen, welches je nach Gut 1 oder 2 Siegpunkte wert ist.

Sonderplättchen
Wer bestimmte Gruppen von Gütern an den Markt lieft oder seine Dorfmitte vollständig mit Gebäudeplättchen umgibt erhält dafür Sonderplättchen, die 1 bis 4 Siegpunkte wert sind.

Im Folgenden wird der Spielverlauf mit 4 Spielern abgebildet.
Zum Starten der Slideshow bitte einfach auf ein beliebiges der kleinen Bilder klicken.
 Slideshow
 starten.
 
 Bild klicken ->
Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia -
Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia -
Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia -
Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia - Helvetia -  
Navigation der Slideshow: Bild vor = Taste "N" – Bild zurück = Taste "P" – Slideshow schließen = Taste "C"

Spielvorbereitung:

- Die Gebäudeplättchen werden nach ihrer Rückseite getrennt. Alle Gebäudeplättchen mit einem Buchstaben kommen auf einen Stapel.
- Die Gebäudeplättchen mit der 1 auf der Rückseite werden nach Gebäudeart sortiert und offen neben den Spielplan gelegt.
- Die Startgebäude (Buchstaben) werden auch nach Art sortiert und offen hingelegt. Bei 2 oder 3 Spielern kommt von jedem Gebäudeplättchen ein Plättchen aus dem Spiel.
- Der Startspieler nimmt ein beliebiges der ausliegenden Startgebäude und legt es an sein Dorf an. Die anderen Spieler folgen im Uhrzeigersinn.
- In der zweiten Runde beginnt der letzte Spieler und es geht gegen den Uhrzeigersinn.
- Die dritte Runde beginnt der Startspieler und es geht im Uhrzeigersinn.
- Jedes Startgebäude darf pro Spieler nur einmal genommen werden. Die restlichen Startgebäude kommen aus dem Spiel.
- Das Startspielerplättchen geht an den Spieler, der zuletzt ein Startgebäude genommen hat.
- Jeder Spieler erhält in einer Farbe alle Dorfbewohner, Münzen und Liefersteine.
- Von jedem Spieler kommt ein Lieferstein auf die 0 der Siegpunktleiste.
- Jeder Spieler nimmt sich je 3 Männer und Frauen.
- Von diesen stellt er je einen Dorfbewohner auf seine 3 Gebäude, die Dorfmitte, die Schule und in ein Gebäude/zu einem Dorfbewohner seines linken Nachbarn. Hierbei darf zu einem Mann nur eine Frau und umgekehrt gestellt werden.
- Am Ende des Spielaufbaus legt jeder Spieler je eine seiner beiden verbliebenen Münzen auf die Dorfmitte der Spieler zu seiner Rechten.

Spielablauf:

- Eine oder mehrere Münzen einsetzen.
- Hat ein Spieler keine Münzen, so muss er passen.

Aktionsmöglichkeiten

Baumeister
- Gebäude errichten.
- Benötigte Güter können durch das Schlafenlegen eigener Dorfbewohner erlangt werden oder bestimmte Güter auch durch weitere Münzen auf dem Baumeister.
- Wer als Erster oder Zweiter seine Dorfmitte komplett mit Gebäudeplättchen umgibt, erhält als Belohnung ein Sonderplättchen.

Fuhrmann
- Güter zum Markt liefern.
- Benötigte Güter können durch das Schlafenlegen eigener Dorfbewohner erlangt werden.
- Bei bestimmten Gütern erhält der Spieler als Belohnung bei der ersten Lieferung Güterplättchen oder/und Sonderplättchen.

Nachtwächter
- Pro Münze wachen alle Dorfbewohner in einem frei gewählten Viertel auf.

Pfarrer
- Pro Münze darf ein Spieler einen seiner Dorfbewohner aus der Dorfmitte oder Schule zu einem Dorfbewohner anderen Geschlechts eines Mitspielers stellen.

Hebamme
- Pro Münze darf ein Spieler in seinem Dorf bei einem Paar ein Kind hinstellen.

- Ein Spieler darf auch einmal pro Spielzug ein Personenplättchen zusätzlich zu seiner Aktion einsetzen.
- Gespielt wird gegen den Uhrzeigersinn.

- Die Runde endet, wenn nur noch ein Spieler Münzen hat. Dieser Spieler erhält das Startspielerplättchen.
- Pro Persönlichkeit wird die Mehrheit an eingesetzten Münzen ermittelt. Hat ein Spieler die Mehrheit, so erhält er das dazugehörige Personenplättchen.
- Alle eingesetzten Münzen werden an die Spieler zurückgegeben.
- Dorfbewohner aus der Schule kommen in die Dorfmitte. Freie Gebäude, außer Siegpunktgebäude, müssen mit einem Dorfbewohner aus der Dorfmitte, sofern vorhanden, besetzt werden.
- Kinder kommen in die Schule.
- Die Siegpunkte auf der Siegpunktleiste werden angepasst.
- 5 neue Gebäude werden aufgedeckt.

Spielende:

- Das Spiel endet, wenn mindestens ein Spieler 20 oder mehr Siegpunkte hat.
- Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Spielanleitung

Spielanleitung Helvetia Spielanleitung von Helvetia als PDF Dokument.
Zum Download auf das Bild oder folgenden Link klicken.

» Download Spielanleitung von Helvetia

Dateigröße: 3,5 MB

Spiel-Angaben laut Hersteller
Spieler

Spielangaben
2 – 4
Anzahl

Spieldauer

Spielangaben
60 – 90
Minuten

Mindestalter

Spielangaben
12
Jahre

brettspiele-report Bewertung Helvetia
Aufteilung der Spielbox:  16
Qualität des Spielmaterials:  18
Umfang des Spielmaterials:  15
Anleitung:  17
Anspruch an die Spieler:  12
Gedächtnis:  1
Interaktion der Mitspieler:  10
Komplexität:  11
Langzeitspaß:  17
Strategie:  15
Zufall:  5
Preis/Leistungsverhältnis:  17
Bewertung:  17


Meinung brettspiele-report:

Durch den großen Anteil an Holzspielsteinen und stabilen Pappplättchen wirkt das Spielmaterial sehr wertig. Die Illustrationen sind außerdem sehr schön und ansprechend gestaltet.

Der Umfang des Spielmaterials kann sich auch sehen lassen und die Spielbox liefert einige Möglichkeiten zur Sortierung.

Einziger Knackpunkt kann je nach Beleuchtung und Genauigkeit des Hinsehens der Unterschied zwischen Mann und Frau sein, da sich beide nur leicht in der Größe und der Kopfform unterscheiden.

Die Spielweise gegen den Uhrzeigersinn ist Gewöhnungssache und kann laut Anleitung auch ignoriert werden. Ansonsten sind die Zugmöglichkeiten auch aus anderen Spielen bekannt und vielleicht auch daher leicht zu verstehen.

Der beim Spielablauf wirklich interessante neue Punkt ist das Heiraten und das Gebären von Kindern. Heiraten erlaubt die Nutzung fremder Gebäude und Kinder die Benutzung eigener Gebäude bzw. stellen neue Heiratskandidaten dar.

Durch das Einsetzen der Münzen zum Durchführen einer Spielaktion und dem Zustand der Dorfbewohner eines Spielers (wach oder schlafend) lassen sich die verbliebenen Möglichkeiten der Mitspieler schnell und einfach erkennen.

Das Spiel an sich ist immer gleich, da die Spieler in jedem Spiel so schnell wie möglich bestimmte Güter produzieren müssen, um die dazugehörigen Güter- und Sonderplättchen zu erhalten. Zum Glück für den Langzeitspaß ändern sich in jedem Spiel die Spielmöglichkeiten, da die Spieler andere Gebäude besitzen, andere Aktionen machen und ihre Dorfbewohner anders verteilt sind.

Es geht aber immer darum die Siegpunkte bringenden Güter als Erster zum Markt zu bringen und sich damit den Spielsieg zu sichern.

Strategisch eröffnet "Helvetia" einige Möglichkeiten, da einige Aktionen auch aufeinander aufbauen bzw. anders gelöst werden können. Ein Spieler kann zum Beispiel selbst alle Gebäude die er braucht errichten oder einfach durch Heirat die Gebäude seiner Mitspieler nutzen.

Hierfür braucht er allerdings den passenden Heiratskandidaten (Mann/Frau), d.h. Kinder müssen her und brauchen eine Spielrunde Zeit, bis sie heiraten dürfen. Kinder gibt es aber nur im eigenen Dorf, d.h. die Mitspieler müssen möglichst ins eigene Dorf einheiraten und dafür bedarf es einen Anreiz in Form von bestimmten Gebäuden, die natürlich mit eigenen Spielfiguren besetzt sind.

Also muss man eigentlich wieder alles auf einmal machen und sich doch für eine Aktion entscheiden. Hierbei kommt dem Startspieler eine nicht unerhebliche Bedeutung zu und dessen Wahl ist im Spiel gut gelöst. Wer zuletzt noch Münzen übrig hat, also weniger Aktionen als seine Mitspieler gemacht hat, der darf als nächster Spieler in die neue Runde starten.

"Helvetia" ist durch seine Mechanismen und strategischen Komponenten schon ein anspruchsvolleres Spiel, aber kein Hardcore-Strategiespiel. Sollten aber alle Spieler am Tisch einfach nur so spielen wollen, so wird das Spiel natürlich auch vorangehen und ein Ende finden. Halt nur nicht super geplant.

Interessanter ist es aber schon, wenn man weiß auf welche Güter und somit Siegpunkte ein Spieler abzielt und gezielt versucht den Erhalt dieser Siegpunkte zu verhindern. Je nach Zusammensetzung einer Spielrunde und Spielverlauf kann ein Spieler auch schon vor Erhalt der 20 Siegpunkte feststehen, da allen Spieler klar ist, dass sie nicht mehr Siegpunkte als dieser erreichen können.

Fazit: Ansprechendes Spiel mit einem klaren Spielauftrag (Güter- und Sonderplättchen), einem schönen und nicht alltäglichen Spielmechanismus (Kinder und Heirat) und das nicht ewig dauert.

Angebote (Alle Spiele in Deutsch):

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Hinweis zu den Preisangaben
 
Preisangaben sind vom Datum (10. Dez. 2011) der Veröffentlichung der Rezension.
Die Preise und die Verfügbarkeit können sich daher mit der Zeit verändern.
Die Preisangaben sind inkl. MwSt., aber ohne Versandkosten.
 

 
 Versandkosten, Stand 05.10.16
Anbieter
 
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5 Kommentare »

  1. Michi Beck schreibt:

    Spielfiguren nur sehr schwer unterscheidbar (Mann/Frau). Nach dem Aufbau und dem Studieren der Anleitung (1,5 Stunden), haben wir das Spiel begonnen, aber auch schnell wieder abgebrochen. Die Anleitung ist mangelhaft, kompliziert und unverständlich, teilweise unklar. Wenn man das Spiel denn verstanden hat, dann könnte es wohl durchaus Spass machen, aber so wird der Einstieg in das Spiel massiv erschwert…

    13. Aug. 2012 | #

  2. Jörg Lehmann schreibt:

    Habe dir Frage auch an Kosmos geschickt und hier ist die Antwort:

    Deine Interpretation entspricht der Intention des Autors und meinem Regelverständnis. Von daher: Wenn man "regelkonform" spielen will, dann darf man kein "leeres" Viertel aufwecken, genau sowenig wie man die Hebamme nutzen kann, wenn man kein verfügbares Paar oder keine Figuren mehr im Vorrat hat.

    9. Jan. 2012 | #

  3. Mecki schreibt:

    @Jörg
    Danke für das Feedback, genauso haben wir es auch gelöst. Leeraktionen des Nachtwächters sollten nur erlaubt sein, wenn es in der ganzen Schweiz niemanden mehr aufzuwecken gibt, gleichgültig ob eigene oder fremde Dorfbewohner. Ganz verbieten kann man sie ja nicht, denn irgendeinen Zug muss man jedem Spieler ja ermöglichen, denn Passen ist ja verboten, solange man noch Münzen besitzt. Und für die anderen Rollenfelder fehlt oft die Voraussetzung (Nicht genug Rohstoffe fürs Bauen oder Waren ausliefern, keine ledigen Menschen in der ganzen Schweiz, gebärfähige Paare schon besetzt)
    Einen Nachtwächter zu spielen sollte sinnvollerweise immer möglich sein, das treibt auch das Spiel voran. Die Idee, zwei Münzen auf den Nachtwächter zu setzen und nichts zu tun, kam übrigens von einer Gelegenheitsspielerin, nicht von einem mit allen Wassern gewaschenen Vielspieler. Sie wollte sich für die nächste Runde das Nachtwächterplättchen sichern und vermeiden, dass sie als letzter Spieler mit Münzen nicht mehr zum Zug kommt. Fremde Schweizer aufwecken wollte sie aber nicht. Die Frage führte zu einer Spielunterbrechung zwecks Regelstudium, leider ohne Ergebnis. Wo ist Herr Cramer, wenn man ihn bräuchte?
    Ein offizielles FAQ des Autors mit einigen Klarstellungen wäre eine gute Idee.

    28. Dez. 2011 | #

  4. Jörg Lehmann schreibt:

    @Mecki – Zu deiner Frage: "Darf man den Nachtwächter auch in einem menschenleeren Dorfviertel seinen Weckruf zum besten geben lassen,…"?

    Auf Seite 3 der Spielanleitung steht links oben: "…nur Münzen… setzen, wenn er deren Funktion nutzt". Dies tust Du in diesem Fall zwar, aber irgendwie auch nicht, denn du weckst niemanden auf. Persönlich würde ich dahin tendieren, dass man wenigstens 1 Person aufwecken muss. Aber an sich können die Spieler sich vor dem Spiel einfach darauf einigen, ob sie ein leeres Viertel oder ein Viertel mit komplett wachen Bewohnern gelten lassen oder nicht.

    27. Dez. 2011 | #

  5. Mecki schreibt:

    Das Spiel ist gut. Aber zum Thema Anleitung:

    Hübsch gestaltet, inhaltlich leider sehr schwach. Einige wichtige Informationen sind entweder gar nicht vorhanden oder zwar vorhanden, aber unklar formuliert. Vor allem die klare Unterscheidung von Runde und Zug (manchmal auch Spielzug genannt, damit es nicht zu leicht wird) ist nicht gelungen.
    Hier einige Fallen, in die wir getappt sind:

    Die Personenplättchen dürfen laut Forum scheinbar nur einmal pro Runde verwendet werden. Das steht so nicht in den Regeln. Dort ist von einem Plättchen pro Spielzug die Rede. Man konnte bei uns also den Nachtwächter zwei, dreimal pro Runde verwenden (was übrigens eine gute Variante ist, der Kampf um die noch mächtigeren Plättchen tritt in den Vordergrund).

    Wir realisierten nicht, dass der Nachtwächter auch Einwohner in einem fremden Dorfes aufwecken kann. Das ist wichtig und hätte ausdrücklich erwähnt werden sollen, sonst überliest man das leicht.

    Jeder Spieler kann jeden Gebäudetyp nur einmal erbauen. Was ist ein Gebäudetyp? Darf man mehrere Dreipunktegebäude bauen? Oder nur einen vom Typ "Dreipunktegebäude". Wahrscheinlich darf man mehrere bauen, aber keine völlig identischen, glauben wir. Aber ganz klar ist das nicht

    Wir dachten, dass die Hebamme nur ein Kind pro Runde in die Welt setzen kann. Das ist an sich richtig beschrieben, aber so verklausuliert, dass man es leicht überliest.

    Beim Dorfaufbau steht, dass man ein Paar auf zwei verschiedene Gebäude setzen soll. Wie geht das? Ein Paar ist ja sprachlich eine Einheit. Hier hätte es geholfen, wenn man zuerst einmal formuliert hätte, dass NIEMALS ein Mann und eine Frau der gleichen Farbe auf einem Feld stehen dürfen. Das ist nämlich auch vom Spielthema her nicht leicht verständlich. Warum sollen die Dorfbewohner nicht untereinander heiraten dürfen? Herr Cramer unterstellt den Schweizern des 19. Jahrhunderts Weltoffenheit, heiraten darf man nur Ausländer. Das ist heute irgendwie anders, glaube ich.

    Also nochmals: Zwei Spielfiguren unterschiedlichen Geschlechts, die getrennt werden, damit man sie mit anderen Partnern verheiraten kann, dürften niemals als Paar bezeichnet werden. Dass das Verwirrung schafft, ist klar.

    Wir haben übrigens die weiblichen Spielfiguren bemalt, damit man sie von den Männern besser unterscheiden kann. Die Frauen sind jetzt sehr hübsch.

    Ein Problem konnten wir nicht klären: Darf man den Nachtwächter auch in einem menschenleeren Dorfviertel seinen Weckruf zum besten geben lassen, um die Münze zu verwenden, aber keinem Gegner einen Vorteil zukommen zu lassen? Oder muss man jemanden aufwecken, wenn man eine oder mehrere Münze (n) taktisch klug setzen will (zum Beispiel um über eine Mehrheit das Personenplättchen für die nächste Runde zu bekommen).

    Fazit: Interessantes Spiel, originelles Thema, wunderschöne Illustration, wenn die Adrenalinstöße beim wiederholten Regelnachlesen während des ersten Spieles ausbleiben könnten, wäre es rundum gelungen.

    27. Dez. 2011 | #

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