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13. Jun. 2007
Thurn und Taxis
Verlag:
Erscheinungsjahr:
Autoren:
Auszeichnung:
Hans im Glück
2006
Andreas Seyfarth | Karen Seyfarth
Spiel des Jahres 2006
Thurn und Taxis - Spielebox
Thurn und Taxis – Spielebox
Kurzbeschreibung:

In Thurn und Taxis baut jeder Spieler zwischen verschiedenen Städten Postkutschenstrecken auf. Ziel ist es nach und nach immer längere Strecken aufzubauen.

Angefangen bei 3 Städten bis hin zu 7 Städten. Die Postbeförderung selbst spielt in diesem Spiel keine Rolle.

Top-Angebot:

Amazon:
Thurn und Taxis – 12,45 EUR

Thurn und Taxis - Spielmaterial
Thurn und Taxis – Spielmaterial
Spielmaterial

  1. Hintergründe zu den Gründern des Postsystems “Thurn und Taxis”.
  2. Spielanleitung.
  3. Kurzübersicht über den Ablauf einer Runde.
  4. Poststationen in vier verschiedenen Farben.
  5. Städtekarten.
  6. Punkte-Plättchen.
  7. Karten für verschiedene Postkutschen-Strecken-Längen.
Thurn und Taxis - Spielfeld
Thurn und Taxis – Spielfeld
Spielfeld

  1. Hier liegen die Karten für verschiedene Postkutschen-Strecken-Längen. Angefangen bei 3 Städten, bis hin zu 7 Städten.
  2. Das Spielfeld besteht aus 22 Städten, die auf 9 Länder verteilt sind.
  3. An der Seite liegen immer 6 Stadtkarten aus. Für eine Postkutschenstrecke werden diese einfach passend vor sich hingelegt. Passend heißt, dass die dort abgedruckten Städte eine Verbindung, Straße, auf dem Spielplan miteinander haben.
Thurn und Taxis - Postkutschenstrecke
Thurn und Taxis – Postkutschenstrecke
Postkutschenstrecke

[3] Die Beispiel-Postkutschenstrecke des gelben Spielers geht von Würzburg, über Stuttgart, nach Ulm. Diese Strecke hat eine Länge von 3 Städten und der gelbe Spieler erhält dafür die Postkutschenkarte mit dem Wert 3 (sollte er diese noch nicht besitzen).

Allerdings darf bei Vollendung einer Postkutschenstrecke meistens nie auf allen Städte eine Postkutschenstation gestellt werden, denn beim Hinstellen der Postkutschenstationen muss sich der Spieler entscheiden, entweder [1] in jede Stadt eines Landes oder [2] in einer Stadt pro Land je eine Station zu stellen.

Thurn und Taxis - extra Punkte für die Verbindung aller Städte in einem Land
Thurn und Taxis – extra Punkte für die Verbindung aller Städte in einem Land
Extra Punkte für die Verbindung aller Städte in einem Land

Eine weitere Möglichkeit an Punkte zu gelangen ist, dass alle Städte in einem Land eine Postkutschenstation erhalten. Dies muss nicht auf einmal geschehen, also mit einer Strecke, sondern kann nach und nach erfolgen.

Sobald alle Städte eines Landes eine Postkutschenstation in Spieler-Farbe haben, erhält dieser dafür ein Bonus-Plättchen. Der Wert dieser Plättchen nimmt immer weiter ab, so dass es wie immer gut ist, wenn man schnell ist.

In diesem Beispiel ist der gelbe Spieler der erste in [1] Baden und erhält somit das erste Badener-Bonusplättchen [2] mit dem Punktewert 3.

Thurn und Taxis - Unterstützung durch eine Amtsperson
Thurn und Taxis – Unterstützung durch eine Amtsperson
Unterstützung durch eine Amtsperson

Einmal in seinem Zug darf ein Spieler die Unterstützung einer Amtsperson in Anspruch nehmen. Hierzu stehen vier Amtspersonen zur Auswahl.

[1] Postillion: Der Spieler darf statt einer Stadtkarte, zwei Stadtkarten auslegen (seine Strecke erweitern).
[2] Postmeister: Der Spieler darf statt einer Stadtkarte, zwei Stadtkarten ziehen.
[3] Amtmann: Alle sechs offenen Stadtkarten werden durch neue Karten ersetzt.
[4] Wagner: Für eine neue Kutsche braucht der Spieler bis zu zwei Stadtkarten weniger. Beispiel: Vollendung einer Strecke mit fünf Städten. Durch die Hilfe des Wagners kann der Spieler die Kutsche mit dem Wert 7 nehmen.

Spielablauf:

Der Spielablauf ist schnell erklärt, da das ganze Spiel sehr unkomplex ist.

Eine Stadt-Karte aufnehmen und eine Stadt-Karte ausspielen. Wenn die Möglichkeit zum Abschluss einer Strecke besteht, das geht ab mind. 3 miteinander verbundenen Städten, kann diese Strecke eröffnet werden.
Hierzu werden die Stadtkarten weggelegt und auf die entsprechenden Städte Postkutschenstationen gestellt. Jetzt gibt es u.U. noch Punkte für die Länge einer Postkutschenstrecke oder für die Versorgung aller Städte in einem Land mit Postkutschenstationen.

Variiert werden kann dieser Ablauf noch durch die Verwendung einer Amtsperson einmal pro Zug.

 Spiel-Angaben laut Hersteller
Spieler Spieldauer Mindest-Alter
Spieler-Anzahl Spieldauer Mindest-Alter
2 – 4 60 10
Anzahl Minuten Jahre
 brettspiele-report.de – Bewertung: Thurn und Taxis
Thurn und Taxis - Bewertung   Thurn und Taxis - Spiel des Jahres 2006

Meinung brettspiele-report:

Es passiert wirklich selten, dass ein Spiel einen so enttäuschen kann, aber Thurn und Taxis kann es! Das Spiel bietet neben einer 0-Komplexität (eine Karte aufnehmen, eine Karte ablegen), auch eine 0-Interaktion. Es besteht in diesem Spiel keine Möglichkeit seine Mitspieler an irgendetwas zu hindern oder ihnen irgendetwas schwerer zu machen. Es ist noch nicht einmal nötig mit ihnen zu reden. Das ganze Spiel kann im totalen Anschweigen gespielt werden.

Eine Abwechslung ist nicht gegeben, da das Spielfeld immer gleich aussieht. Das bauen der Postkutschenstrecken ist eine 100%ige Glückssache. Es kann zwar mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet werden, aber ob die ersehnte Stadt-Karte nun kommt oder nicht ist nur vom Glück abhängig.

Das schlimmste ist, und das liegt an der fehlenden/nicht notwendigen Interaktion/Kommunikation, dass es sich hierbei faktisch um ein Solo-Spiel handelt. Es macht genauso viel Spaß dies Spiel alleine, wie mit drei anderen Spielern zu spielen, denn alle Spieler spielen faktisch ein Solo-Spiel!

Thurn und Taxis ist mit Sicherheit die größte Enttäuschung 2006, aber nicht das Spiel des Jahres 2006!

Angebote (Alle Spiele in Deutsch):

Thurn und Taxis Thurn und Taxis

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Spiele-Offensive: Thurn und Taxis – 19,45 EUR
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Hinweis zu den Preisangaben
 
Preisangaben sind vom Datum (13. Jun. 2007) der Veröffentlichung der Rezension.
Die Preise und die Verfügbarkeit können sich daher mit der Zeit verändern.
Die Preisangaben sind inkl. MwSt., aber ohne Versandkosten.
 


 
 Versandkosten, Stand 01.02.10
Anbieter Bestellwert Versandkosten Bestellwert Versandkosten
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11 Kommentare »

  1. Lorion schreibt:

    Ich finds lustig, dass die Hälfte der Regeln weggelassen wurde und auf den Bildern sogar ein falsches Beispiel gezeigt wurde. Man darf nicht 3 Poststationen aufstellen, wenn man die Strecke Würzburg – Stuttgart – Ulm hat.
    Man muss immer überlegen, ob es Sinn macht eine bestimmte Karte anzulegen. Es gibt einige Engpässe auf der Karte, wo man nur noch auf Kartenglück angewiesen ist (z.B. Basel, Budweis), fährt man nach Stuttgart, gibt es dagegen viele Karten die man noch sinnvoll anlegen könnte, wenn sie kommen. Außerdem muss man immer überlegen, welchen Sonderzug man jede Runde spielt (eine Karte mehr nehmen, alle Karten tauschen…) – außerdem hat mein Mitspieler gleich in jedem Land eine Hütte! Da muss ich so schnell wie möglich noch in die Schweiz… da verzichte ich auch auf sinnvolle andere Städte und Bonuspunkte…
    Das ganze ist aber immer noch so leicht und flott gespielt, dass nie Langeweile aufkommt und man sofort nochmal spielen kann. Es ist kein Solospiel sondern ein Wettrennen. Mangelnde Interaktion ist natürlich ein Knackpunkt, aber dann sollte man ein anderes Spiel spielen. Hier haben wir nur ein ausgefuchstes Taktikspiel das immer wieder gerne auf den Tisch kommt :-)
    (ich glaub ja das bestimmte Spiele nur keinen Spaß machen, wenn Leute die Regel nicht verstanden haben…)

    23. Aug. 2007 | #

  2. admin schreibt:

    Erst einmal Danke für den Hinweis mit der Postkutschenstrecke. Der Fehler beim Fotografieren wurde beseitigt. Das nicht erwähnen der Amtsperson als die Hälfte der Spielregeln zu bezeichnen spricht irgendwie für den nicht vorhanden Inhalt des Spiels;)

    Was das Zustandekommen der schlechten Bewertung anbelangt, so wurde das Spiel mit insg. 17 verschiedenen Leuten gespielt (mit allen Spielregeln) und kein Einziger/keine Einzige fand es gut. Alle Testspieler wollten schon wenigstens ein Minimum an Interaktion haben. Die Frage war sonst: Warum überhaupt mit anderen Leuten spielen?

    Aber es ist natürlich immer eine Geschmacksfrage. Nur weil es niemandem der Testspieler gefallen hat heißt es nicht, dass es niemanden gibt dem es gefallen dürfte. Auf anderen Internetseiten gehen die Meinungen zu diesem Spiel auch weit auseinander, bzw. sind immer polarisiert (entweder total schlecht oder toll).

    27. Aug. 2007 | #

  3. TomTube schreibt:

    Ich halte TuT für ein überaus gelungenes Spiel, welches den Titel “Spiel des Jahres” völlig zu Recht zugesprochen bekommen hat. Auch wenn es 05/06er Jahrgang anspruchsvollere Spiele gab, ist der Titel (und darin inkludierte Zielgruppe) völlig richtig.

    3. Sep. 2007 | #

  4. Egon Gnothke schreibt:

    Endlich mal eine deutsche Seite, die nicht gleich in Jubel über jedes Spiel des Jahres ausbricht, egal wie öd es ist! TuT ist ein typisches Beispiel für die trostlose Auswahl der SdJ-Jury der vergangenen Jahre.

    5. Sep. 2007 | #

  5. Doktor Hammer schreibt:

    Wirklich ein fürchterliches Spiel. Es entspricht voll und ganz der aufgeblasenen Nichtsnutzigkeit der lebenden Vertreter der Familie von Thurn und Taxis. Die Idee stammt wahrscheinlich von Gala-Gloria und das Regelwerk von Fasel-Fritz. Seufz – gähn – schnarch!

    10. Jan. 2008 | #

  6. Jenny & Christian schreibt:

    Nach der ersten Partie kam uns gleich die Frage: “Wie das war es, mehr passiert nicht?” Von daher geben wir den Vorredner recht, komplex kann man TuT nicht nennen.
    Meiner Freundin kommt allerdings dieses Spiel gerade recht. Endlich ein Spiel mit wenig strategischen Elementen. Das ist also Geschmackssache. Der Zufallsfaktor trifft demnach bei drei bis vier Spielern enorm ein, was ich nicht gerade gut finde.

    Eine noch größere Enttäuschung ist die Erweiterung, Glanz und Gloria. Eine einzige Veränderung zum Grundspiel und dafür 15€ verlangen? Frechheit… Schade ist es auch, dass die beiden Spiele nicht kombinierbar sind. Das haben wir z.B. geändert. Wir spielen mit beiden Brettern.
    Wer mehr dazu wissen möchte, kann mir gern eine Email (CCHStoltz@gmx.de) schreiben. Wenn es bereits inoffizielle Regeln zu so einer Variante gibt, wäre ich dankbar mir die Quelle diesbezüglich zu nennen.

    Gruß Jenny & Christian

    23. Jan. 2008 | #

  7. Axel schreibt:

    Ich habe mittlerweile über 200 Partien TuT gespielt, zusätzlich nochmal ca. 30 mal mit der Erweiterung GuG. Im 3er und 4er Spiel gebe ich denjenigen recht, welche der Meinung der Rezession sind…allerdings ist im Spiel zu zweit doch schon meiner Meinung nach einiges an Interaktion geboten! Es gibt Spieler, welche z. B. passende Streckenkarten wegziehen, welche vermeiden offen ausliegende Karten zu nehmen um dem Gegner keine Möglichkeiten auf neue Karten zu bieten und gleichzeitig noch die gezogenen/ausgelegten Städtekarten mitzählen! Alles das macht TuT doch schon interessant und ein wenig berechenbar wie ich finde! …wie gesagt, das allerdings nur im Spiel zu zweit! Mit 3 und 4 Spieler/innen spiele ich es aus dem Grund des absoluten Zufalls nicht mehr.

    Gruß Axel

    22. Mrz. 2008 | #

  8. Maks schreibt:

    Ich war von brettspiele-report Meinung wirklich überrascht.

    Es gibt keine “Möglichkeit seine Mitspieler an irgendetwas zu hindern”? Wie wäre es mit Punkten weg zu gewinnen. Oder Karten ziehen die den anderen wichtig würden. Oder eine Kutsche schneller zu bauen als die anderen. Das alles ist nichts?

    “Es sich hierbei faktisch um ein Solo-Spiel handelt.” Ach wirklich? Es gibt hunderte Spiele die so vortäuschen. In fast jedem anderen Spiel spielt man einfach vor sich hin, die einzige Interaktion besteht aus dem Brett von einem Spiel, das auf dem Tisch liegt. Wenn man auf solcher Weise alle Spiele betrachtet, dann es kann beschloßen werden, daß sie alle einfach Solospiele sind und dadurch kein Spaß machen. Aber das ist nicht so, oder?

    TuT ist eins sehr gutes Spiel. Es hat alles was man braucht mit den anderen Spielern zu kämpfen und die Interaktion ist ziemlich hoch und die Aktien die man vornimmt spannend. Ein sehr gelungenes Spiel und der Spiel des Jahres Bezeichnung voll wert.

    16. Jan. 2009 | #

  9. Alex A. schreibt:

    Eure Rezension trifft es voll und ganz, das Spiel ist absolut NICHT zu empfehlen!!!

    8. Feb. 2009 | #

  10. Markus schreibt:

    Ich habe mir das Spiel am Wochenende zusammen mit den zwei Erweiterungen in einer Box gekauft. Bisher habe ich die “Grundversion” einmal gespielt. Mir fehlt auch ein wenig die Interaktion und das fiese Element meinem Gegenspieler die Pläne zu durchkreuzen. Klar kann man Karten wegfischen, aber mit der Möglichkeit alle Karten zu tauschen oder zwei Karten zu ziehen ist das schon fast ein stumpfes Schwert. Ich denke es kann vielleicht helfen eine Zusatzregel einzubauen und als weitere Sonderaktion die Möglichkeit zu eröffnen eine Strecke einfach zu sperren (dazu könnte der z.B. Reiter aus der Erweiterung verwendet werden der ansonsten ja recht unnütz bei einem Spieler herumsteht – wie auch die Stammhauskarten – wozu sind die gut?). Ich werde es mal in der nächsten Spielrunde vorschlagen. Ein so schön gestaltetes Spiel möchte ich nicht so schnell aufgeben – da lässt sich bestimmt noch was daraus machen :-)

    13. Apr. 2009 | #

  11. Henna schreibt:

    Schönen guten Tag,
    auch ich habe dieses Spiel des Jahres 2006 erst 2009 kennengelernt. Und ich kann der Besprechung hier nur widersprechen – ich liebe dieses Spiel und ich mag eigentlich auch eher Strategiespiele als Glücksspiele.
    Hier ist mein Punkt: Das Spiel ist nicht so glückslastig, wie die Rezension vorgibt. Man kann sich zwar nicht am Anfang eine Strategie ausdenken, die man bis zum Ende verfolgt, man muss aber schon immer mehrere Runden vorausdenken. In unserer Runde gewinnen auch immer (!) diejenigen, die Karten zählen, ihre Optionen vorausplanen und andere daran hindern, bestimmte Karten zu erhalten (z.B. durch Mischen oder Nehmen einer Karte, die der andere braucht).
    Ja, es gibt ein Glückselement und das Spiel ist nicht so interaktiv wie Siedler oder so, aber was soll’s – es gibt nun mal unterschiedliche Spiele. Einer der Vorkommentatoren hat recht: Die meisten Spiele sind viel weniger kommunikativ, als sie vorgeben. Das ist per se nichts Schlimmes.
    Man muss nur wissen, wann und mit wem man es spielt. Hat man eine aufgekratzte Gruppe dabei, die eher was Wildes will, passt es nicht. Hat man aber Leute um sich, die gerne ein bisschen grübeln und auch mal Karten mitzählen (man weiß ja, dass es jede Stadt nur dreimal gibt) und ihre Optionen berechnen (Lodz hat nun mal nur eine Verbindung und Nürnberg viele…), macht es richtig viel Spaß. Ich habe auch bemerkt, dass diejenigen besonders gut sind, die klassiche Kartenspiele mögen…
    Dank auf jeden fall an Jörg Lehmann für diese tolle Seite und Glückwunsch zur Grimme-Nominierung!

    26. Mai. 2009 | #

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